Aloe

Aus Kräuterwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Echte Aloe Aloe Vera

Afodillgewächse - Asphodelaceae

„Pflanze deren Blut Schönheit, Gesundheit und Unvergänglichkeit verleiht“

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Die ursprüngliche Herkunft der graugrünen Aloe Vera (auch Aloe barbadensis genannt) mit ihren fleischigen stacheligen Blättern ist vermutlich Afrika. Die Aloe ist schon seit der Antike als Heilpflanze bekannt ist (früheste Erwähnung auf Tontafeln aus der Zeit der Sumerer) und wurde von den Seefahrern mitgeführt. Heute wird sie in vielen Ländern kultiviert und wächst verwildert in verschiedenen Regionen der Erde. Alle wild wachsenden Aloe – Arten unterstehen dem Artenschutz! Die Aloe gedeiht vor allem in tropischen und subtropischen Regionen, die sich durch geringe Jahresniederschläge, jedoch kurze regenreiche Perioden auszeichnen und wo die Durchschnittstemperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius liegen.


Anbau und Pflege

Gedeiht gut in sandigem, lehm- und kalkhaltigem Boden. Die fleischigen Blätter, die im Inneren eine gallertartige feuchte Masse enthalten, bilden für die Pflanze einen Feuchtigkeitsspeicher; die Aloe ist an lange Trockenperioden gewöhnt. Aus diesem Grund nicht zu feucht halten (nur 1 bis 2 mal im Monat gießen) und unbedingt Staunässe vermeiden. Aloen sind frostempfindlich und sollten im Winter hell stehen und kaum gegossen werden. Standort: sonnengeschützt Vermehrung durch Ableger: Um den Stamm sprießen kleine Wurzelschösslinge, diese können von der Mutterpflanze getrennt werden und man erhält eine neue Pflanze.

Ernte

ab einem Alter von 2 bis 3 Jahren Niemals die gesamte Pflanze, sondern nur die äußeren Blätter, die mit einem sauberen Schnitt von der Pflanze abgetrennt werden. Es sollten mindestens 12 Blätter am Stock bleiben. Verarbeitung innerhalb von 6 Stunden, um den Verlust der Wirkstoffe so gering wie möglich zu halten (Wirkstoffe oxidieren mit Sauerstoff)

Verwendete Teile

Pflanzensaft der Blätter

Inhaltsstoffe

Aloin, Anthranoide, Bitterstoffe, Aloeharz, Glykoproteine, Polysaccharide
Bei Gel zur äußerlichen Anwendung wird die Anthranoide enthaltende Schicht abgeschält

Wirkung

Abführend, regt den Gallenfluss an, Bitterstoffe, regen die Darmbewegung an, machen den Stuhl weich, führen zu aktiver Einleitung von Mineralien und Wasser in den Dünndarm und hemmen deren Wiederaufnahme im Dickdarm (Anthranoide)
Verstärkt die Durchblutung im kleinen Becken
Immunstimulierend
Äußerlich: entzündungshemmend, heilend, pflegend

Indikationen

Zum Erhalt von weichem Stuhl nach OP, Verstopfung, Wirkeintritt nach 8-12 Stunden
Z T als Darmschleimhautschutz während Chemo-Therapien, dann auf geringem Anthrachinongehalt der Zubereitung achten
Äußerlich: Wunden, Verbrennungen, Sonnenbrand, Ekzeme, unreine u/o trockene Haut, Insektenstiche

Anwendung

Innerlich: Extrakte, Pulver, Gel Äußerlich: Gels, Lotionen, das klare Gel des frischen Blatts, nicht den gelben Saft

Dosierung

Tagesdosis Extrakt 20-30mg Hydroxyanthracenderivate; Pulver 0,05-0,2g; Gel 50-150ml (entsprechend der Monographie der Kommission E)

Nebenwirkungen

Schleimhautreizungen und Krämpfe im Magen-Darm-Trakt möglich
Darf max für 1-2 Wochen 1-2 x in der Woche eingenommen werden, sonst verstärkte Darmträgheit zu erwarten und Schädigungen der Schleimhaut, bei längerer Anwendung sind Mineralverluste möglich
Durch Kaliumverluste Störungen der Herzfunktion und Muskelschwäche möglich
Kann bei längerer Anwendung die Nieren reizen und es kann zu einer Rotfärbung des Harns kommen
Als Schutz-Gel nur in Darreichungen ohne Anthrachinongehalt verwenden

Wechselwirkungen

Nur für kurze Zeit nehmen, bei Langzeitanwendung ev Mineralverluste, v a Kalium, dadurch Beeinflussung von z B Herzglykosiden, sie werden in ihrer Wirkung verstärkt, daher vorher die Anwendung mit dem behandelnden Arzt abklären

Kontraindikationen

Darmverschluss, Darmentzündungen, Bauchschmerzen ohne klar erkennbare Ursache, Hämorrhoiden, Genitalblutungen
Nicht für Kinder unter 12 Jahren, nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit, während der Mens, bei gynäkologischen Entzündungen, nicht bei Allergie, Überempfindlichkeit, Unverträglichkeit von Aloe vera oder Liliengewächsen

Grundrezept

Tee ½ Aloeblatt abkochen, 1 kleine Tasse, hin und wieder bei Bedarf

Literatur

Erfahrungen

Bitte schreiben Sie hier von Ihren Erfahrungen mit der Pflanze und vergessen Sie nicht Ihren Anmeldenamen in eckigen Klammern dahinter zu setzten.


Die Blätter enthalten eine gelartige Substanz, die sich prima als Feuchtigkeits-Maske und gegen Pickel verwenden lässt. NiklasWagner

Die schleimige Flüssigkeit in den Blättern läßt sich äußerlich gut anwenden, indem man die Haut direkt mit einer frischen Schnittfläche (finderdicke Querschnitt vom Blatt) behandelt. Fördert die Heilung bei kleinen Wunden, Entzündungen und Sonnenbrand. Auch als natürliches After-Sun-Mittel geeignet. Auch wenn die erfrischende Wirkung der Behandlung fälschlich den Eindruck erweckt, führt Aloe der Haut keine Feuchtigkeit zu. Das geernete Blatt läßt sich eine Weile im Kühlschrank aufbewahren, vor der Anwendung dann erst eine Scheibe wegschneiden um eine frische Schnittfläch zu erreichen.drehwurm