Beifuß
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Beifuß Artemisia vulgaris
Korbblütengewächse - Asteraceae
„Erinnere du dich, Beifuß, was du verkündetest, was du anordnetest in feierlicher Kundgebung. Una heißest du, das älteste der Kräuter, du hast Macht gegen drei und dreißig, du hast Macht gegen Gift und Ansteckung, du hast Macht gegen das Übel, das über das Land dahinfährt.“ (aus dem Angelsächsischen Neunkräutersegen)
Beifuß ist eine bei uns heimische Wildpflanze, die, wenn man sie einmal kennt, einem sehr häufig begegnet. Sie wächst an trockenen steinigen Wegrändern, an Uferböschungen, an Schuttplätzen und auch mitten in der Stadt auf Verkehrsinseln. Am Rheinufer ist sie zusammen mit dem Johanniskraut sehr stark verbreitet.
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Anbau und Pflege
Beifuß ist eine mehrjährige Staude, die an sonnigen, steinigen und kargen Plätze ebenso wächst wie in feuchter nährstoffreicher Erde. Im Frühjahr kann man die ganze Pflanze bis auf den Boden zurückschneiden. Sie treibt wieder neu aus. Eine einzige Pflanze produziert übrigens bis zu 700.000 Samen pro Jahr. Vermehrung durch Aussaat.
Ernte
Am aromatischsten sind die kleinen grünen Knospen vor der Blüte (Mai/Juni). Diese werden von den Stängeln gestreift und können frisch oder getrocknet verwendet werden. Blätter werden immer frisch verwendet. Die jungen frischen Blätter im zeitigen Frühjahr können wie Spinat verwendet werden.
Verwendete Teile
Kraut
Inhaltsstoffe
Bitter- und Gerbstoffe, ätherisches Öl etwas Thujon, Flavonoide, Cumarine
Wirkung
Ähnlich Wermut, aber sanfter, wirkt gegen Bakterien
Regt die Verdauungssäfte, die Gallenproduktion und den Gallenfluss an, unterstützt die Fettverdauung
Krampflösend, menstruations- und wehenfördernd
Indikationen
Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit
Kopfschmerz mit Übelkeit
Menstruationsbeschwerden
Anwendung
Tee, Tinktur, Wein, Gewürz
Dosierung
Tagesdosis 3g Kraut (Negativbewertung durch die Kommission E)
Nebenwirkungen
Kann Allergien auslösen, als Gewürz unbedenklich, durch Erhitzen werden Allergieauslöser inaktiv
Nicht überdosieren sonst Vergiftungserscheinungen, Krämpfe
Wechselwirkungen
Keine bekannt
Kontraindikationen
Schwangerschaft und Stillzeit, Kleinkinder Allergie, Überempfindlichkeit, Unverträglichkeit von Beifuß oder Korbblütlern
Grundrezepte
Tee 1 2 gehäufter TL frisches Kraut mit ¼ l kochendem Wasser übergießen nach 1-2 Minuten abseihen. 1-3 Tassen am Tag
Tee 2 1 gehäufter TL getrocknetes Kraut mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. 2 Tassen täglich.
Tinktur 20g Kraut mit 100ml Alkohol übergießen, z B klarer Korn oder Wodka, 4-6 Wochen ziehen lassen, filtrieren, umfüllen,
als Kur 1-3 x täglich 10-50 Tropfen in lauwarmem Wasser
Wein 50g Kraut mit 1 l trocken Weißwein ansetzen, 10 Tage ziehen lassen, ab und zu schütteln,
bei Bedarf als Kur für 4 Wochen 1 Gläschen vor dem Essen
Literatur
Erfahrungen
Bitte schreiben Sie hier von Ihren Erfahrungen mit der Pflanze und vergessen Sie nicht um zu signerien, indem Sie --~~~ dahinter setzten.
Räucherstäbchen Beifuß Zweige mit Blättern trocknen lassen. Blätter abstreifen, indem man die Zweige mit der Hand eng umfasst und am Zweig entlang zieht. Die Blätter kann man nun in der Hand zu Würsten rollen, welche man zum räuchern verwenden kann. Mich würde interessieren, an was euch der Geruch erinnert. --NiklasWagner