Lavendel
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Lavendel Lavandula angustifolia
Lippenblütengewächse Lamiaceae
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Herkunft
Der wilde Lavendel hat seine ursprüngliche Heimat in den Bergen von Persien und Südfrankreich. Lavendel, auch „das blaue Wunder“ genannt, leitet sich vom lateinischen „lavare“, waschen ab und ist darauf zurückzuführen, dass die Pflanze bereits von den Römern zur Körperpflege eingesetzt wurde.
Anbau und Pflege
Lavendel kann sowohl in Töpfen als auch im Garten gezogen werden. Er wächst gut in etwas kalkhaltiger, magerer Erde. Ein möglichst tiefes Gefäß ist von Vorteil, damit der tiefgründige Wurzelstock genügend Platz hat. Wichtig ist außerdem ein sonniger, windgeschützter Standort. Trockenheit wird eher vertragen als Nässe. Lavendel ist ein Halbstrauch und wird mit den Jahren sehr holzig. Ein Rückschnitt empfiehlt sich spätestens im August, da die Pflanze sonst nicht mehr ausreifen kann und frostempfindlich wird. In rauen Lagen besser erst im Frühjahr schneiden, da die verblühten Triebe einen guten Winterschutz bieten. Vermehrung durch Aussaat oder Stecklinge.
Ernte
Der beste Erntezeitpunkt ist kurz vor der Blüte, dann duftet die Pflanze am intensivsten. Die Blüten zum Trocknen sollten unmittelbar nach dem Aufblühen geerntet werden.
Verwendete Teile
Blüten, Kraut
Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide, Phytosterole, Cumarine
Schwanken vom Gehalt her je nach Sorte, ätherisches Öl sollte mind. 32% Linalylacetat enthalten
Wirkung
Beruhigend, angstlösend, schlaffördernd, stimmungsaufhellend, schmerzlindernd, entkrampfend, heilend
Blähungslösend, Gallenfluss anregend, verdauungsfördernd, Gerbstoffe wirken gegen Gärungsprozesse und Durchfälle
Durchblutungssteigernd, schleimlösend, entzündungshemmend, desinfizierend, wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze
Vertreibt Insekten
Indikationen
Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit, Angst, Einschlafstörungen, Erschöpfung, Verspannungen, Kopfschmerzen, Migräne
Nervöse Magen- und Darmbeschwerden, Übelkeit, Blähungen, Reizdarm
Nervöse Kreislaufprobleme, niedriger Blutdruck, nervöse Herzbeschwerden
Muskel- und Gelenkschmerzen, Rheuma, Gicht, Neuralgien, Ischias
Menstruationsbeschwerden, PMS
Hauterscheinungen, z B Herpes, Wunden, Verbrennungen
Anwendung
Frische und getrocknete Blüten, Tinktur, ätherisches Öl, Umschläge, Einreibungen, Bäder, Kräutersäckchen, Gewürz
Dosierung
Mittlere Tagesdosis getrocknete Blüten Tee 4,5g Bad 20-100g Ätherisches Öl 80mg (entsprechend der Monographie der Kommission E)
Nebenwirkungen
Bei äußerlicher Anwendung kann es in seltenen Fällen zu Hautreaktionen kommen
Wechselwirkungen
Keine bekannt
Kontraindikationen
Für Säuglinge und Kleinkinder keine Konzentrate oder reines ätherisches Öl
Allergie, Überempfindlichkeit, Unverträglichkeit von Lavendel oder Lippenblütlern
Grundrezepte
Tee
2 gehäufte TL Blüten mit ¼ l kochendem Wasser übergießen nach 5 - 10 Minuten abseihen,
langsam trinken 2-4 Tassen täglich bei Bedarf
Bad 50-60g Blüten mit 1 l Wasser übergießen aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen, abseihen, Menge für 1Vollbad
Literatur
Erfahrungen
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