Salbei

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Echter Salbei Salvia officinalis

Salvia officinalis

Familie: Lippenblütengewächse - Lamiaceae

Foto von Hans Günter Bell

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Zur Blütenpflanzengattung des Salbeis gehören etwa 900 verschiedene Arten! Weltweit kommen Salbeiarten vor, so z.B. der Aztekensalbei in Mexiko (Salvia divinorum), der als Rauschpflanze bekannt ist und in Deutschland mittlerweile verboten ist. In China gilt die Wurzel des Chinesischen Salbeis oder Rotwurzsalbei (Salvia milthiorhiza) als lebensverlängernd. Bei uns heimisch ist der Wiesensalbei (Salvia pratensis). Der Echte Salbei ist im Mittelmeerraum heimisch. Der Name Salvia (lat. salvare – heilen) weist auf seine Eigenschaften als Heilpflanze hin. Der Gebrauch des Salbeis als Heilpflanze hat eine lange Tradition und reicht zurück bis in die Zeit der Pharaonen.

Anbau und Pflege

Salbei ist ein mehrjähriger Halbstrauch, dessen ältere Triebe verholzen. Salbei stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und mag eher trockenen, gut durchlässigen, leicht kalkhaltigen Boden und Sonne. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert neuen Austrieb. Salbei kann durch Teilung vermehrt werden, durch Stecklinge und Absenker.

Ernte

Am konzentriertesten sind die Inhaltsstoffe der Blätter kurz vor der Blüte (April), sie können aber grundsätzlich das ganze Jahr über geerntet werden. Blühende Sprossspitzen von Mai bis Juli.

Außerdem

Salbei ist eine sehr beliebte Bienenpflanze.

Verwendete Teile

Blätter

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, v a Thujon und Campher, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide, Eisen, Magnesium, Zink

Wirkung

Entzündungshemmend, desinfizierend, zusammenziehend, wundheilend, wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze
Beruhigend, krampflösend, appetitanregend, sekretionsfördernd, harntreibend, leicht schweißhemmend
Senkt die Muttermilchproduktion

Indikationen

Beginnende Erkältung mit Halsschmerz, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Zahnfleischentzündungen
Verdauungsschwäche mit Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Blähungen, Entzündete Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt
Übermäßiger Schweiß, Hitzewallungen, in der Abstillphase
Äußerlich: Herpes simplex, Wunden

Anwendung

Frisches und getrocknetes Kraut, Tinktur, Pinselung, Presssaft, ätherisches Öl Umschläge, Einreibungen, Bäder, Dampfbad
Gewürz zur Verdauungsförderung

Dosierung

Mittlere Tagesdosis getrocknetes Kraut Tee 4-6g; Tinktur 2,5-7,5g; Fluidextrakt 1,5-3g; Ätherisches Öl 0,1-0,3g
Gurgeln, spülen 2,5g Blätter auf 100ml Wasser; 2-3 Tropfen ätherisches Öl auf 100ml Wasser; 5g alkoholischer Auszug auf 100ml Wasser
Pinselungen unverdünnter alkoholischer Auszug
(entsprechend der Monographie der Kommission E)

Nebenwirkungen

Hoher Anteil an ätherischen Ölen, Gerb- und Bitterstoffe, nicht überdosieren sonst kann es zu Magenreizungen kommen, in hohen Dosen wirkt Thujon als Krampfgift, kann u U das Nervensystem und das Gehirn angreifen, in Tee und Presssaft sind nur Spuren von Thujon zu finden

Wechselwirkungen

Keine bekannt

Kontraindikationen

Allergie, Überempfindlichkeit, Unverträglichkeit von Salbei oder Lippenblütlern
In Schwangerschaft und Stillzeit keine konzentrierten Extrakte oder reines ätherisches Öl

Grundrezepte

Tee 1 TL Blätter mit ¼ l kochendem heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, 2-3 Tassen täglich

Gurgeltee 1-2 TL Kraut mit ¼ l kaltem Wasser zum kochen bringen, abkühlen lassen, abseihen, mehrmals täglich damit gurgeln oder spülen

Salbeiwein 100g Kraut in 1 l trockenem Weißwein für 10 Tage ziehen lassen, abseihen, bei Bedarf 1 Südweinglas

Literatur

Erfahrungen

Bitte schreiben Sie hier von Ihren Erfahrungen mit der Pflanze. Und vergessen Sie nicht Ihren Anmeldenamen in eckigen Klammern dahinter zu setzten.


Hilft als Tee sehr gut gegen Halsschmerzen NiklasWagner


Eine Salbei-Béchamel-Soße schmeckt prima zu grünen Spargel. NiklasWagner


Ich hatte vor kurzem einen anhaltenden Hustenanfall mitten in der Nacht. Da ein Gast in der Küche schlief und ich zu der Zeit eh keine Lust hatte mir einen Tee zu kochen, habe ich etwas trockenen Salbei in den Mund gelegt und ihn eingeweicht. Sofort hat sich mein Husten beruhigt. Das war nicht nicht lecker und auch nicht dauerhaft, aber meinen Schlaf hatte ich schnell zurück. Lena


Hatte letztes Jahr starke Hals - und Ohrenschmerzen. Damals hatte ich Thymian und Salbeiblätter im Wechsel gekaut. Thymian hat meine Atemwege freigemacht (ich konnte wieder frei durch die Nase atmen) und meine Ohrenschmerzen waren auch weg. Durch Salbei fühlte sich mein Hals auch schon viel besser an und ab da ging es Bergauf. Beides zusammen eine gute Kombination. Hat mir super geholfen und ich bin sehr froh über diese Tipps. Herzlichen dank :)

Grüße yup