Tulsi
Aus Kräuterwiki
Namen:
| Deutsch | Heiliges Basilikum |
| Latein | Ocimum tenuiflorum / Ocimum sanctum |
| Sanskrit | Tulsi |
| Familie | Lippenblütengewäche(Lamiaceae) |
Tulsi bedeutet “Der Unvergleichliche”. Er wird in ganz Asien als Heilmittel geschätzt und ist den Hindus die heiligste aller Pflanzen.
In Indien nennt man ihn auch den “Heilgen Basilikum“, er ist dem Gott Vishnu geweiht.
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Herkunft
Tulsi stammt ursprünglich aus Indien. Er hat sich aber über ganz Asien in den tropischen und subtropischen Regionen bis nach Nordaustralien ausgebreitet. Tulsi ist mit dem uns bekannten Basilikum eng verwandt.
Anbau und Pflege
Tulsi mag nährstoffreiche lockere Böden, bei ausreichender Feuchtigkeit kann man ihn gut als Zimmerpflanze halten. Steht er draußen, muss er vor dem ersten Frost in ein helles warmes Zimmer gestellt werden zum überwintern. Tulsi kann als mehrjährige Staude bis zu 1 m hoch werden. Im Sommer trägt er Kerzen aus weißen bis lilafarbenen Blüten. Ältere größere Pflanzen sollten hin und wieder gedüngt werden
Ernte
Die aromatisch duftenden Blätter können das ganze Jahr über geerntet werden. Bei älteren Pflanzen kann man die Ernte zur Formgebung nutzen Im Herbst sind die Samen reif, sie können als Stärkungsmittel verwendet werden oder zur Aussaat eines neuen Tulsi. Sie sind mehrere Jahre lang keimfähig, und sollten bei der Aussaat nicht mit Erde abgedeckt werden, denn der Tulsi ist ein Lichtkeimer Eine Vermehrung über Stecklinge ist ebenfalls möglich
Verwendete Teile
Meist werden nur die Blätter verwendet, seltener auch Blüten, Samen und Wurzeln Bei jüngeren Pflanzen nimmt man auch die zarten Stängel der Blätter
Inhaltsstoffe
Ätherische Öle, v a Eugenol, Phenole, Flavonoide, Tannine, Alkaloide, Glykoside, Saponine, Vitamin A und C, Zink, Eisen
Wirkung
Appetitanregend, fördert die Verdauung, krampflösend, blähungstreibend
Entzündungshemmend, wirkt gegen Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten, z B Würmer und Einzeller
Fiebersenkend, abwehrstärkend, harn- und schweißtreibend, allgemein stärkend, antioxidativ
Schmerzlindernd, beruhigend, entspannend, mindert Stress
Senkt den Blutdruck, den Blutzucker- und Cholesterinspiegel
Indikationen
Verdauungsbeschwerden mit Übelkeit, Blähungen, Krämpfen, Entzündungen, Befall von Erregern und Parasiten
Atemwegserkrankungen, v a Husten, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Entzündungen im Mund-Rachen-Raum
Kopfschmerzen, nervöse Anspannung mit Stresssymptomen, auch körperlichen
Muskel- und Gelenksentzündungen, Rheuma
Entzündungen im Harntrakt
Anwendung
Frische und getrocknete Blätter, Tee, Presssaft, Pulver, Tinktur, Samen, ätherisches Öl, Gewürz,
Tee,
Spülungen, Waschungen, Auflagen, Einreibungen
Dosierung
Tagesdosis Tee frische Blätter 5-6g, 3-4 x täglich getrocknete Blätter 3-6g Presssaft 5-10ml Pulver Blätter 1-3g Samen 1,5-2g
Nebenwirkungen
Kann bei längerer u/o höherer Dosierung zu Verstopfung führen
Wechselwirkungen
Keine bekannt
Kontraindikationen
Schwangerschaft Allergie, Überempfindlichkeit, Unverträglichkeit von Basilikum oder Lippenblütler
Grundrezepte
Tee 1 2 TL frisches Kraut mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen, 3-4 Tassen am Tag
Tee 2 1 TL getrocknetes Kraut mir ¼ l kochendem Wasser übergießen, nach 10 Minuten abseihen, 1-2 Tassen täglich auch zum gurgeln
Frische Blätter gegen Übelkeit, Verdauungsstörungen, Entzündungen im Mund-Rachen-Raum,
zerquetscht auf Hauterscheinungen, Insektenstiche
Literatur und Quellen
Erfahrungen
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